Deal im Überblick
Cango hat am Wochenende 4.451 BTC veräußert und rund 305 Mio. $ in USDT erlöst, um ein Bitcoin-besichertes Darlehen teilweise zu tilgen. Der Schritt wurde als Bilanzmaßnahme zur Reduktion von Leverage und zur Stärkung der Liquidität beschlossen, nicht als Rückzug aus dem Mining. Die Aktie fiel nach der Ankündigung um rund 9 Prozent.
Warum jetzt? Bilanz, Liquidität & Halving-Druck
Das Board positioniert den Verkauf als Balance-Sheet-Move, um Risiken zu senken und finanzielle Flexibilität zu erhöhen. Hintergrund sind engere Margen nach dem Halving, steigende Energiekosten und Bitcoin-Volatilität, während das Mining-Geschäft fortgeführt wird.
AI-Compute-Strategie auf bestehenden Mining-Sites
Cango will seine grid-verbundenen Mining-Standorte für verteiltes AI-Compute nutzen. In Phase 1 werden modulare, containerisierte GPU Nodes ausgerollt, die Inference-Kapazität für KMU bereitstellen. In Phase 2 folgt eine Software-Orchestration-Plattform, die verteilte Compute-Ressourcen global bündelt.
Tech-Leadership für skalierbares GPU-Compute
Zum CTO der AI-Sparte wurde Jack Jin ernannt, der bei Zoom Multi-Node GPU-Cluster-Rollouts leitete. Sein Fokus liegt auf effizienter Orchestrierung, Stabilität und schneller Skalierung des verteilten Compute, basierend auf bestehender Betriebs- und Energiemanagement-Expertise.
Mining bleibt Kern – disziplinierte Capital Allocation
Cango betont Commitment zu Bitcoin Mining und eine disziplinierte Asset-Allocation, während die AI-Transformation vorangetrieben wird. Die bestehende Compute-Infrastruktur und Energieoptimierung sollen Rendite, Resilienz und Liquidität verbessern.
Globale Präsenz & Diversifikation
Das Unternehmen ist seit November 2024 im Digital-Asset-Sektor aktiv und betreibt Mining-Sites in Nordamerika, dem Nahen Osten, Südamerika und Ostafrika. Parallel dazu läuft das internationale Geschäft mit dem Export von Gebrauchtwagen weiter.



