Premarket-Sprung trotz Milliardenverlust
MARA Holdings (Ticker: MARA) legte vorbörslich rund 13% zu, obwohl das Unternehmen für Q4/2025 einen Nettoverlust von $1,71 Mrd. meldete. Im Vorjahresquartal stand noch ein Nettogewinn von $528,3 Mio., was die Volatilität im Bitcoin-Mining-Geschäft unterstreicht.
Ergebnisse und Fair-Value-Effekt
Der größte Treiber des Quartalsverlusts war eine negative Neubewertung digitaler Assets von rund $1,5 Mrd. nach Fair-Value-Accounting. Der Umsatz sank um 6% auf $202,3 Mio., da niedrigere Bitcoin-Preise die höhere Netzwerk-Hashrate überlagerten.
Ganzjahr 2025 im Überblick
Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte MARA einen Nettoverlust von $1,31 Mrd. nach $541 Mio. Nettogewinn 2024. Die Jahreserlöse stiegen dennoch auf $907,1 Mio. von $656,4 Mio., was Effizienzgewinne und Kapazitätsausbau widerspiegelt.
Mining-Output und Hashrate-Trends
MARA förderte im Q4 2.011 BTC, 6% weniger als im Q3 und unter den 2.492 BTC des Vorjahresquartals. Für 2025 summierte sich der Output auf 8.799 BTC gegenüber 9.430 BTC in 2024, trotz steigender Hashrate im Netzwerk.
BTC-Treasury und Bewertung
Zum 31. Dezember hielt das Unternehmen 53.822 BTC, davon 15.315 BTC als Collateral verpfändet. Bewertet zu $87.498 pro Coin entsprach dies rund $4,7 Mrd. an digitalen Vermögenswerten auf der Bilanz.
Aktie und Marktumfeld
Die MARA-Aktie liegt über sechs Monate betrachtet etwa 45% im Minus, belastet durch Sektor-Druck. Der aktuelle Rebound deutet auf Spekulation über den neuen Strategie-Fokus und potenziell attraktivere Economics hin.
Strategischer Pivot: AI & HPC Data Centers
MARA schwenkt in Richtung Energie- und Digital-Infrastruktur und gründet ein Joint Venture mit Starwood Digital Ventures. Geplant sind AI- und High-Performance-Computing-Data Centers an Low-Cost-Power-Sites mit anfänglich über 1 GW IT-Kapazität und Option auf bis zu 2,5 GW.
Struktur und Kapitalallokation
Die Projekte werden site-by-site strukturiert, wobei MARA Beteiligungen von bis zu 50% anstrebt und dort weiter mined, wo es ökonomisch sinnvoll ist. Parallel stärkt das Unternehmen das Ökosystem durch Zukäufe, zuletzt mit einem 64%-Stake an Exaion.
Was bedeutet das für Bitcoin-Mining?
Der Schritt könnte die Ertragsvolatilität reduzieren, indem Cashflows aus AI/HPC das zyklische BTC-Mining teilweise hedgen. Gleichzeitig bleibt Exposure zu Bitcoin durch die große Treasury und selektives Mining erhalten.
Ausblick
Investoren beobachten nun Capex, Energiekosten und die Ramp-up-Timelines der Data Centers als Key-Katalysatoren. Entscheidend wird sein, ob die Cash-Returns pro Megawatt im AI-Betrieb die Mining-Returns übertreffen und die Bilanz stabilisieren.



