Hashrate sinkt schneller als im Bitcoin-Netzwerk
Publicly traded Bitcoin Miner fahren ihre Mining-Kapazität deutlich zurück und lenken Strom sowie Rechenzentrumsflächen in Richtung Artificial Intelligence und High-Performance Computing um. Die realized Hashrate einer Gruppe börsennotierter Miner fiel um 13,4% von 368,3 EH/s im vierten Quartal 2025 auf 319 EH/s im zweiten Quartal 2026. Ohne Bitdeer lag der Rückgang sogar bei 21,2%.
AI und HPC werden zum neuen Umsatztreiber
Bei einigen Unternehmen ist das Non-Mining-Geschäft bereits dominant. Core Scientific erzielte im zweiten Quartal 136,7 Mio. US-Dollar mit Colocation, während das Bitcoin Mining nur 27,5 Mio. US-Dollar beitrug. TeraWulf meldete 31,9 Mio. US-Dollar aus HPC-Leasing und 12,8 Mio. US-Dollar aus Mining. Riot Platforms und Bitdeer erwirtschaften dagegen weiterhin den Großteil ihrer Umsätze mit Mining.
Halving-Druck beschleunigt den Strategiewechsel
Der Trend spiegelt den Umbau nach dem China-Mining-Verbot von 2021 wider, als Miner ins Ausland auswichen und Public Companies massiv in nordamerikanische Power-Sites investierten. Schwächere Margen nach dem letzten Halving und die hohe Nachfrage nach AI-Infrastruktur sorgen nun dafür, dass Betreiber Mining-Facilities und Electricity zunehmend für andere Anwendungen umwidmen.



