Neue Meldepflichten für Exchanges
Die Zentralbank Russlands hat Entwürfe vorgelegt, die digitales Asset-Trading in den bestehenden "organisierten Handel"-Rahmen integrieren. Demnach müssen Exchanges und ähnliche Anbieter digitale Assets über die gleichen Pricing-, Monitoring- und Reporting-Systeme melden, die schon für traditionelle Währungen und Wertpapiere genutzt werden. Ziel ist mehr Transparenz und eine einheitliche Marktüberwachung.
Breiterer Regulierungsrahmen
Die Änderungen kommen, während die Staatsduma an umfassenderen Krypto-Regelungen arbeitet. Die neuen Vorgaben würden die Compliance-Anforderungen für Handelsplätze erhöhen und könnten Auswirkungen auf Listing-, Reporting- und Preisbildungsprozesse haben. Exchanges müssen sich auf technische und organisatorische Anpassungen vorbereiten.
Russlands zwiespältige Krypto-Strategie
Russland verfolgt eine widersprüchliche Linie: Krypto-Zahlungen sind seit 2022 verboten, gleichzeitig fördert die Regierung digitale Assets für internationale Zahlungen. 2023 wurden digitale Währungen für grenzüberschreitende Zahlungen legalisiert — ein Schritt, der als Mittel gegen westliche Sanktionen gewertet wird. Präsident Putin betonte zudem Russlands Vorteile beim Bitcoin-Mining durch billige Energie; für Mining-Farmen und Node-Operatoren könnten die neuen Regeln direkte Folgen haben, während Coins weiterhin eine strategische Rolle in Außenhandelsgeschäften spielen.



