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Bitcoin wird quantensicher: Was SHRINCS bedeutet – und warum kein Grund zur Sorge besteht

Bitcoin wird quantensicher: Was SHRINCS bedeutet – und warum kein Grund zur Sorge besteht

Bitcoin-Forscher von Blockstream haben mit SHRINCS den ersten konkreten Vorschlag für quantensichere Bitcoin-Signaturen vorgestellt. Klingt nach einem Warnsignal – ist aber vor allem eins: ein Beispiel dafür, wie frühzeitig sich Bitcoin auf eine theoretische Zukunftsgefahr vorbereitet, lange bevor sie überhaupt relevant werden könnte.

Ist Bitcoin in Gefahr?

Bitcoins Sicherheit basiert auf einem mathematischen Schloss, das ein ausreichend starker Quantencomputer theoretisch mit dem sogenannten Shor-Algorithmus rückwärts knacken könnte. Klingt bedrohlich, ist aber weit weg: Dafür bräuchte es Schätzungen zufolge 13 bis 300 Millionen stabile Qubits. Aktuelle Quantencomputer haben gerade einmal 100 bis 1.000 – die meisten Fachleute rechnen frühestens ab 2030, teils gar nicht in diesem Jahrzehnt, mit einer echten Gefahr.

Wie viel Bitcoin wäre überhaupt betroffen?

Laut Glassnode-Daten gelten aktuell rund 30 % aller Bitcoin (6,04 Mio. BTC) als theoretisch angreifbar, weil ihr öffentlicher Schlüssel bereits sichtbar ist – meist durch alte Adresstypen oder Wiederverwendung. Die gute Nachricht: Wer betroffen ist, muss nicht tatenlos zusehen.

Der einfachste Schutz: Coins bewegen

Der öffentliche Schlüssel bleibt verborgen, solange eine Adresse nur empfängt und nie wiederverwendet wird. Wer betroffene Coins auf eine frische Adresse überträgt, versteckt den Schlüssel wieder. Zwar wird der Public Key für die paar Minuten einer Transaktion kurz sichtbar – aber selbst optimistische Schätzungen für einsatzfähige Quantencomputer liegen weit jenseits dessen, was für einen so schnellen Angriff nötig wäre.

Und die Entwickler sind schon dran

Parallel dazu arbeiten Bitcoin-Forscher längst an einer strukturellen Lösung. Jonas Nick und Mikhail Kudinov von Blockstream haben mit SHRINCS den ersten konkreten Entwurf für quantensichere Bitcoin-Signaturen vorgestellt. Statt auf elliptischen Kurven basiert SHRINCS auf einfachen SHA-256-Hashfunktionen – demselben Baustein, den Bitcoin schon beim Mining nutzt. Und SHRINCS bleibt dabei deutlich kompakter als der bisherige NIST-Standard: Die Signatur startet bei rund 324 Byte, über 10-mal kleiner als vergleichbare Standardverfahren, wodurch das Netzwerk mit rund 3 Transaktionen pro Sekunde nutzbar bleibt statt auf 0,36 abzusinken.

Kein Grund zur Sorge

SHRINCS ist noch ein Forschungsvorschlag, kein fertiger Standard – Sicherheitsbeweis und offizielle BIP-Nummer stehen noch aus. Zeitdruck gibt es dabei nicht: Bitcoin hat mehrere Jahre Vorlauf, Entwickler arbeiten schon jetzt an der Lösung, und wer heute schon vorsichtig ist – Adressen nicht wiederverwenden, Coins bei Bedarf umschichten – ist ohnehin gut geschützt.

*Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlage- oder Sicherheitsberatung dar.

 

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