Vom Bitcoin-Kauf zur Marktinfrastruktur
Institutionelle Gespräche über Bitcoin drehen sich laut TD-Cowen-Analyst Lance Vitanza zunehmend nicht mehr um die Frage, ob Unternehmen Bitcoin halten sollten, sondern wie Finanzmärkte und Infrastruktur darum aufgebaut werden können. In einer Analyse zu einer New Yorker Konferenz identifizierte er drei zentrale Themen: Finanzierung, Implementierung sowie Privacy und Security.
Neue Finanzierungsmodelle und praktische Umsetzung
Diskutiert wurden unter anderem Bitcoin-besicherte Anleihen, Vorzugsaktien, Wandelanleihen und Finanzierungen für Unternehmen mit Bitcoin in der Treasury. Strategy dient dabei als Beispiel: Das Unternehmen kaufte 1.665 BTC und kaufte eigene STRC-Vorzugsaktien im Wert von 152 Millionen US-Dollar zurück. Institutionen beschäftigen sich zudem mit Portfolio-Allokation, Nachlassplanung und Treasury-Management. Vertreter von BlackRock bezeichneten Spot-Bitcoin-ETFs und Self-Custody als sich ergänzende Lösungen für unterschiedliche Anleger.
Privacy, Security und die Zukunft der Verwahrung
Da die Bitcoin-Blockchain öffentlich einsehbar ist, können Analytics-Unternehmen große institutionelle Transfers überwachen und daraus möglicherweise Handelsstrategien ableiten. Als mögliche Schutzmaßnahmen wurden Off-Chain-Abwicklungen, Coin-Swaps und Zero-Knowledge-Technologie genannt. Zusätzlich gewinnen Verwahrungskontrollen, Versicherungen und langfristige Vorbereitungen auf Quantencomputer an Bedeutung.



