Keine jährliche Steuer auf Buchgewinne
Die niederländische Regierung hat Pläne für eine jährliche Steuer von 36 Prozent auf unrealisierte Anlagegewinne aufgegeben. Betroffen wären bislang unter anderem Ersparnisse, Aktien, Anleihen und möglicherweise Bitcoin gewesen. Stattdessen soll eine Kapitalertragsteuer erst beim Verkauf eines Assets fällig werden – möglicherweise ab 2028.
Bitcoin-Regeln bleiben vorerst offen
Das neue System soll ab 2028 rund 90 Prozent der Kapitalgewinne aus Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen und Optionen erfassen. Weitere Vermögenswerte könnten 2030 folgen. Der Steuersatz steht noch nicht fest, zudem ist unklar, wann digitale Assets wie Bitcoin einbezogen werden.
Parlament muss Reform noch bestätigen
Die Reform folgte auf Kritik von Investoren und Unternehmen, die eine Besteuerung unrealisierter Gewinne als Risiko für die Attraktivität des niederländischen Finanzstandorts bewerteten. Das Parlament muss dem Vorschlag zustimmen, wofür die Minderheitskoalition von Premierminister Rob Jetten Unterstützung der Opposition benötigt. Der Zeitplan gilt als ambitioniert, während die Partei JA21 den Plan ablehnt; Änderungen bleiben möglich.



