Hebel löste den Bitcoin-Abverkauf aus
BlackRock bewertet Bitcoins Rückgang um rund 50 Prozent vom Oktober-Hoch bei etwa 125.000 US-Dollar als Markt-Reset, nicht als Zusammenbruch. Nach Zollankündigungen gegen China führte übermäßiger Leverage zu einem Ausverkauf: Das Open Interest bei Bitcoin-Futures lag bei mehr als 90 Milliarden US-Dollar, rund 80 Prozent davon in Offshore-Perpetuals mit bis zu 125-fachem Hebel. Liquidationen löschten innerhalb eines Tages 20 Milliarden US-Dollar an Open Interest aus; bis Juni 2026 fiel Bitcoin anschließend unter 60.000 US-Dollar.
Kapitalflüsse beeinflussten den Kurs
Spot-Bitcoin-ETPs verzeichneten zwischen ihrem Start im Januar 2024 und Oktober 2025 Zuflüsse von rund 60 Milliarden US-Dollar. Danach flossen etwa 5 Milliarden US-Dollar ab, während KI-orientierte Aktien-ETFs 46 Milliarden US-Dollar anzogen. Auch Strategy sorgte mit der Offenlegung eines Testverkaufs von 32 Bitcoin für Aufmerksamkeit. Das Unternehmen hält rund 4 Prozent des zirkulierenden Bitcoin-Angebots und könnte Verkäufe zur Finanzierung von Aktien- und Preferred-Stock-Rückkäufen zulassen.
Bitcoin bleibt langfristig relevant
Dem Bericht zufolge bleibt Bitcoin ein potenzieller Schutz gegen langfristige Währungsabwertung. Große Fiatwährungen haben gegenüber Gold in den vergangenen hundert Jahren mehr als 99 Prozent ihres Werts verloren, während Bitcoins begrenztes Angebot per Code und nicht durch Zentralbankpolitik gesteuert wird. Gleichzeitig sank die rollierende Volatilität von häufig über 100 Prozent vor einem Jahrzehnt auf etwa 40 Prozent – ein Hinweis auf tiefere Märkte durch Futures, Optionen und Spot-ETPs.



