Konsolidierung statt Bodenbildung
Bitcoin notierte in den letzten Wochen um etwa 63.700 USD und zeigte nach zwei monatlichen Rückgängen wenig Bewegung. VanEck beschreibt die Phase als Konsolidierung, nicht als echtes Bärenende: Spot-Volumes sind schwach, die Volatilität niedrig und der Kurs liegt weiterhin deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Das spricht für eine abwartende Marktstruktur, in der kurzfristige Aufwärtsbewegungen begrenzt erscheinen.
Derivate & Nachfrage
Derivate-Daten signalisieren Vorsicht: Put-Optionen wurden relativ teurer, die Optionsaktivität sank und Perpetual-Futures-Funding blieb positiv, aber gedämpft, was auf defensive Trader statt auf Optimismus hindeutet. Die Nachfrage schwächte sich: US-Spot-ETPs verkauften rund 40.010 Coins, Corporate Treasuries erhöhten Bestände nur leicht und Miner hielten moderat mehr. Gleichzeitig akkumulierten long-term holders weiter — BTC, die länger als ein Jahr gehalten werden, stiegen auf 60,8% des Angebots, ein positives Signal für künftige Renditen.
Miner-Bedingungen & Ausblick
Für Miner blieb es besonders hart: Die Hashrate lag nahe Rekordniveau, obwohl der Preis fiel, wodurch Miner-Revenue und der implizite Hashprice auf Mehrjahrestiefs sanken. Weniger effiziente Miner näherten sich oder unterschritten die Break-even-Marke, während viele Betreiber zunehmend auf AI-Data-Center-Deals setzen, um Erträge zu stützen. VanEck erwartet kurzfristig weiter schwache Renditen, sieht aber die verengte Supply-Base als konstruktiven Faktor für einen positiveren längerfristigen Ausblick.



